What a beautiful life

Irgendwo und Irgendwie sind sie unter uns ... all gegenwärtig ...auch wenn wir sie nicht sehen oder wahrnehmen.

Ich meine die Todesengel, die jeden Menschen auf seiner letzten Reise begleiten, und doch ungewollte Gefährten sind

Irgendwann kann man die Endlichkeit des menschlichen Lebens nicht mehr verdrängen, die Granaten schlagen immer öfter und näher ein.

Und statt sich dann bewusst zu sein, wie schnell alles vorbei sein kann, und sich auf die schönen Dinge des Lebens zu besinnen, wird es verdrängt

Warum ist der Tod und das Sterben in unserer Gesellschaft                                                     immer noch ein Tabu?

Eigentlich ist es ganz einfach...Man stelle sich vor, jeder Säugling bekommt bei seiner Geburt ein Stundenglas mit, mit einer bestimmten  Menge an Sand, der langsam aus dem Glas rinnt

Ist der Sand aufgebraucht, ist das Leben zu Ende

Und wie bei fast allem, ist es auch bei dem Stundenglas so, wenn man es nicht gut verwahrt, ist der Inhalt schneller zu Ende

Es gibt viele Faktoren, die dafür sorgen können, das der Sand schneller rinnt...Kettenrauchen, Übergewicht, Extrem Sportarten uvm 

Wenn man diese Theorie zu Grunde legt, ist Sterben selbstverständlich und man müsste das Leben auf dieser Erde wie einen wohlverdienten Urlaub, der irgendwann zu Ende geht, betrachten

Früher starben die meisten Menschen zu Hause und die Familienangehörigen saßen meist am Bett und nahmen Abschied. heute sterben 80% der Menschen im Krankenhaus, der Tod wird ausgelagert

Sterben ist  vielfach mit schwach sein  verbunden, eine Eigenschaft, die in einer erfolgsorientierten Gesellschaft verpönt ist

Der Tod eines Menschen im Umfeld macht hilflos, weiß man doch oft nicht, wie man sich den Angehörigen gegenüber verhalten soll

Trauer ist ein Gefühl, das mit seelischen Schmerzen verbunden ist.

Das alles sind Gefühle, die in unserer Gesellschaft leider unter gehen

Gedanken über den Tod und das Sterben werden einfach ignoriert, weil nicht sein kann, was nicht sein darf

Umso härter trifft es einen dann, oft völlig unvorbereitet

Britische Wissenschaftler bezeichnen Krebs als gnädige Krankheit, weil man dann Zeit hat, alles zu regeln, sich mit dem Tod auseinander zu setzen und Abschied zu nehmen

Aber auch bei langen Erkrankungen trifft der unvermeidliche Tod viele Angehörige völlig unvorbereitet, weil man das Ende einfach ausgeblendet hat

Vielleicht ist aber auch das Leben einfacher, wenn man sich den möglichen Tod jederzeit vor Augen hält, und jeden Tag erlebt, als sei es der letzte auf unserer Erde. Man gibt sich mehr Mühe die schönen Dinge zu sehen, man lässt sich nicht so sehr unterdrücken, man trennt sich vielleicht leichter von Menschen, die einem nicht gut tun

Aber das Alles ist Theorie ...aber wie sagt uns das alte Sprichtwort?

Mach es wie die Sonnenuhr

zähl die schönen Stunden nur

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